Sport in Georgien

Von den großen Erfolgen vergangener Tage zum „Jugendstil“ der Moderne: Fußball in Georgien
Der georgische Fußball hat bereits mehrfach Spieler von internationalem Format hervorgebracht. Die Stars des Landes wie Kakha Kaladze (AC Mailand) oder Shota Arveladze (Ajax Amsterdam, Glasgow Rangers) sind nicht nur Insidern ein Begriff. Auch in der deutschen Bundesliga zeigen Spieler wie Iashvili und Kobiashvili ihr großes Können und gehören seit Jahren zu den Führungsspielern in ihren Vereinen. Junge Talente, allen voran Levan Kenia vom FC Schalke 04, deuten zudem auf das große Potenzial im georgischen Fußball hin.

Auch in der Nationalmannschaft des Landes wird die eigene Fußball-Zukunft stark gefördert. Im aktuellen Kader für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika finden sich insgesamt 12 Spieler, die jünger als 23 Jahre sind. Maßgeblich mit initiiert wurde dieser neue „Jugendstil“ im georgischen Fußball durch den deutschen Trainer Klaus Toppmöller, der sich in der Bundesliga insbesondere durch seine Arbeit in Leverkusen und Bochum einen Namen gemacht hatte. Toppmöller betreute die georgische Nationalmannschaft von 2006 bis 2008 und hinterließ ein junges, erfolgshungriges Team, das nach der verpassten Qualifikation zur WM in Südafrika nun die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine anvisiert.
Im europäischen Vereinsfußball gilt Dinamo Tbilisi als das Aushängeschild des Landes. Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte konnte der Verein am 13. Mai 1981 feiern, als die Mannschaft mit einem 2:1 Sieg im Finale gegen den FC Carl Zeiss Jena den Europapokal der Pokalsieger gewann. Dinamo ist zudem dreizehnfacher georgischer Meister und hat vor kurzem zum neunten Mal den nationalen Pokalwettbewerb gewonnen.

Ein Team auf dem Vormarsch: die Rugby-Nationalmannschaft Georgiens
Neben Fußball ist Rugby eine der beliebtesten Mannschaftssportarten in Georgien. Die Lelos (Bezeichnung der Nationalmannschaft, abgeleitet von „Lelo“, einem dem Rugby ähnlichen Spiel in Georgien) konnten in der Saison 2001/2002 ihren ersten internationalen Titel feiern, als sie den „European Nations Cup“ gewannen.

Auch in den darauf folgenden Jahren konnte die georgische Nationalmannschaft ihre Erfolge im Rugby fortsetzen. Nachdem sich Georgien 2003 erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifizierte, gelang bei der darauf folgenden WM 2007 in Frankreich auch der erste Sieg im Spiel gegen Namibia. Durch diese Erfolge belegt die georgische Nationalmannschaft derzeit den 17.Platz in der Weltrangliste (Stand Oktober 2009) und liegt damit z.B. noch vor der Mannschaft aus Deutschland (Platz 27). Unter den europäischen Teams nimmt Georgien sogar den achten Rang in der Tabelle ein.

Georgische Erfolge bei den Olympischen Spielen
Die georgische Athleten konnten bislang insgesamt 18 Medaillen bei olympischen Spielen gewinnen. Am erfolgreichsten verliefen dabei die Spiele 2008 in Peking als gleich drei Olympiasieger aus Georgien kamen. Irakli Tsirekidze (Judo) sowie die beiden Ringer Manuchar Kvirkelia und Revazi Mindorashvili holten damals Gold für ihr Land. Auch insgesamt betrachtet waren Judo und Ringen mit 14 Medaillen die erfolgreichsten Disziplinen georgischer Sportler bei den Olympischen Spielen.