Medwedew stellt Wiederannäherung an Georgien in Aussicht

Georgische Regierung fordert Rückzug russischer Truppen aus besetzten Gebieten

26. Januar 2012

Der Präsident der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, hat eine Verbesserung der Beziehungen zu Georgien in Aussicht gestellt. Bei einer Rede vor Studenten der staatlichen Universität in Moskau sagte Medwedew: „Wir sind absolut dazu bereit, die diplomatischen Beziehungen mit Georgien wieder aufzunehmen“. Allerdings lehnte es der russische Staatspräsident weiterhin ab, direkte Verhandlungen mit seinem georgischen Amtskollegen Michail Saakaschwili zu führen. „Ich werde ihn weder treffen, noch seine Hand schütteln“, so Medwedew weiter.

Die Sprecherin von Präsident Saakaschwili erklärte daraufhin, man werde die diplomatischen Beziehungen mit Moskau erst wieder aufnehmen, wenn Russland seine „illegalen Botschaften“ in den besetzten georgischen Gebieten Abchasien und Südossetien schließt. Der georgische Außenminister Grigo Waschadse sagte zudem, eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen werde vor allem dadurch erschwert, dass Russland durch die Anerkennung der besetzten georgischen Gebiete eine rechtliche Grauzone geschafft habe.

Quelle: UPI, Civil.ge