Bundesregierung weitet Kooperation mit Georgien aus

Zusätzliche Projekte in Höhe von 49 Millionen Euro vereinbart

21. Oktober 2011

Die Bundesregierung wird ihre Zusammenarbeit mit Georgien in den kommenden Jahren deutlich ausweiten. Bei den Regierungsverhandlungen am 19./20. Oktober 2011 in Tbilisi vereinbarten Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit ihren georgischen Kollegen zusätzliche Kooperationsprojekte in Höhe von 49 Millionen Euro.

Intensiviert werden soll die Zusammenarbeit vor allem im Bereich der nachhaltigen und umweltschonenden Entwicklung des Landes. So wurde unter anderem vereinbart, vier weitere Naturschutzgebiete im Südkaukasus anzulegen, um die einzigartige Biodiversität dieser Region zu bewahren. Das Fernziel bildet in diesem Zusammenhang die Einrichtung von grenzübergreifen Nationalparks im Südkaukasus.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Hierbei ist insbesondere die weitere Erschließung des georgischen Wasserkraft-Potentials geplant. Nicht zuletzt soll auch durch ein umweltfreundliches Abfallmanagement in den Ballungsgebieten des Landes zum Umweltschutz in Georgien beigetragen werden. Die Regierungsvertreter beider Seiten vereinbarten zudem, die erfolgreiche Kooperation bei der Heranführung von Georgien an die westlichen Strukturen im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik zu intensivieren.

Die Schwerpunkte der bisherigen Entwicklungszusammenarbeit bilden die Bereiche nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Energie und Umweltschutz sowie Demokratie, Kommunalentwicklung und Justizreform. Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Geldgeber in Georgien. Das Gesamtvolumen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Georgien erhöht sich durch die letzten Zusagen auf 515 Millionen Euro.

Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung