Georgisches Parlament ermöglicht Börsengang von Staatsunternehmen

Mögliche Mehreinnahmen sollen bei über 500 Millionen US-Dollar liegen

15. September 2011

Das georgische Parlament hat in erster Lesung ein Gesetz verabschiedet, dass es ermöglicht, Anteile an georgischen Staatsunternehmen am internationalen Aktienmarkt zu handeln. Den Plänen der georgischen Regierung zufolge sind hierbei Minderheitsbeteiligungen zwischen 15-25 Prozent an Staatsunternehmen wie der Georgischen Eisenbahn oder dem nationalen Energieversorger GSE vorgesehen.
Der georgische Premierminister Nika Gilauri begrüßte die Entscheidung des Parlaments, wodurch Mehreinnahmen im dreistelligen Millionenbereich möglich seien: „Wird das Gesetz innerhalb der nächsten Monate umgesetzt, bringt es mehr als 500 Millionen US-Dollar ein“, so der Premierminister.
Kritik an dem neuen Gesetz kam hingegen aus den Reihen der Opposition. So befürchteten einige Abgeordnete, durch den Börsengang von Staatsunternehmen könne der Staat die Kontrolle über strategisch wichtige Vermögenswerte verlieren. Premierminister Gilauri wies diese Befürchtungen als unbegründet zurück und machte deutlich, dass keinesfalls mehr als 49 Prozent der Anteile an den Unternehmen verkauft werden sollen. „Die georgische Regierung wird weder jetzt noch in der Zukunft die Mehrheitsanteile an Staatsunternehmen abgeben“, sagte Gilauri.

Quelle: Civil.ge